Manche Europäer denken, dass Flüchtlingen aus dem Dschungel kommen

Mustafa Aljaradi (31) kommt ursprünglich aus der Gegend von Raqqa in Syrien. Er ist politischer Flüchtling. In seinem Geburtsland hat er Assads Regime und ISIS stark kritisiert. Er ist aus Angst vor Vergeltung vor drei Jahren in die Türkei geflohen, um dann schlussendlich die Niederlande zu erreichen. Er spürt, dass es seine Pflicht ist, die Welt auf das aufmerksam zu machen, was in Syrien geschieht. Auf Facebook und Twitter (@Mjaradie) zeigt er uns mit Worten und Bildern die schrecklichen Folgen des Syrienkrieges.

Vor seiner Ankunft in den Niederlanden musste Mustafa seine Fingerabdrücke in Deutschland abgeben, was das Verfahren verlangsamte. In den Niederlanden spürte er die Vorurteile und Spaltung in der Flüchtlingsfrage. Daher befürwortet er den Zugang von mehr Hintergrundinformationen für die Öffentlichkeit, damit die individuelle Einstellung zu Flüchtlingen von jedem selbst und anhand von genügend Informationsmaterial überdacht werden kann. In Hinblick auf die Integration glaubt er, dass der beste Weg in eine Gesellschaft hineinzuwachsen der ist, die Sprache zu lernen. Zu diesem Zweck hat er einige praktische Tipps parat.

Ankunft in den Niederlanden

Mustafa erzählt, dass seine Ignoranz hinsichtlich der Folgen der Registrierung seiner Fingerabdrücke in dem europäischen Land seiner Ankunft sein Verfahren verzögert hat. Bevor er vor anderthalb Jahren in den Niederlanden ankam, musste er seine Fingerabdrücke in Deutschland registrieren lassen. Er spricht von der sogenannten Dublin-Verordnung. Mustafa scheint sehr gut über den Inhalt des Abkommens informiert zu sein, das ihm vor seiner Ankunft in Europa nicht bekannt war. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis das Niederländische Amt für Einbürgerung und Immigration (INS) eine Einigung mit Deutschland über die Frage erzielt hatte, wer nun für seinen Antrag auf Asyl verantwortlich war.


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Syrischer Ingenieur: “Integrationskursen helfen nicht bei Integration”

Architektin Sara* und Software-Entwickler Said* sind aus Syrien nach Europa geflohen. Ihnen wurde Asyl gewährt und sie leben nun in einem kleinen, aber gemütlichen belgischen Appartement. Er studiert Informatik im Master, sie besucht einen Intensivkurs Niederländisch. Die beiden waren so nett, uns zu sich nach Hause einzuladen, wo sie uns über ihre Schwierigkeiten berichtet haben, einen Job zu finden.

Herzliches Willkommen

Die beiden lockeren Dreißiger Sara und Said waren damit einverstanden, uns in ihrem belgischen Appartement zu treffen. Da wir uns nie zuvor begegnet waren, wussten wir nicht, was uns erwartete. Ein kleiner Aufzug brachte uns den Weg bis ins oberste Stockwerk eines Wohnblocks und verstärkte so die Anspannung, die wir sowieso schon fühlten. Es war unser erstes echtes Interview.

Sie empfingen uns mit einem Lächeln. Das Paar wirkte ein wenig schüchtern, aber auch irgendwie glücklich über unser Interesse an seiner Geschichte. Nachdem sie uns die Mäntel abgenommen hatten, luden sie uns herzlich in ihr Wohnzimmer ein, wo wir mit frischem Obst empfangen wurden. Es fühlte sich an, als würden wir uns schon ewig kennen.

Sie flohen nach Europa eine Woche nach der Hochzeit, indem sie dem unberechenbaren Mittelmeer nur mit einem Gummiboot trotzten.

Said und Sara haben offen über ihre Leben gesprochen. Sie hatten sich zu Beginn des syrischen Bürgerkrieges kennengelernt, als sie als Architektin und er als Informatiker gearbeitet hatten. Als die Situation in Damaskus für sie unerträglich wurde, entschieden sie sich, zu heiraten. Eine Woche nach der Hochzeit flohen sie nach Europa, indem sie dem unberechenbaren Mittelmeer nur mit einem Gummiboot trotzten.

Glück und Lebensfreude

Als wir ihnen Komplimente für die Einrichtung ihrer Wohnung machten, war das Eis gebrochen. Beide strahlten nur so vor Stolz. Eine Wohnung zu finden, erwies sich als schwierig:

“Wir hatten erst einen anderen Mietvertrag unterschrieben, aber der Vermieter änderte seine Meinung und wollte nicht an Flüchtlinge vermieten. Sie verwendeten nicht diese exakten Worte, aber darauf lief es schlussendlich hinaus. Auch wenn wir das Recht auf unserer Seite hatten, wollten wir einen Rechtsstreit um jeden Preis vermeiden. So ließen wir die Wohnung sausen und suchten nach einer Alternative”, erzählte Sara uns.

Sie sprachen freimütig über all die herzlichen Belgier, die sie kennengelernt hatten, ebenso wie den Bruder von Said, der schon für eine Weile in Belgien gelebt hatte: “Wir haben uns hier mittlerweile ein gutes Netzwerk aufgebaut”, erzählt uns Said stolz.

Wenn wir beide Arbeit haben, werden wir vielleicht eine Familie gründen … Wer weiß

Als wir sie nach ihrem größten Traum befragen, waren sie einer Meinung:

“Wieder arbeiten gehen zu können in einem anständigen Job, und zwar so bald wie möglich!” Eben weil sie in Syrien vor dem Krieg ein sehr erfolgreiches Leben geführt hatten, ist die Tatsache, dass das nun in Belgien unmöglich ist, eine harte Realität. “Wenn wir beide Arbeit haben, werden wir vielleicht eine Familie gründen … Wer weiß”, fügt Said vorsichtig hinzu.

Während ihre positive Einstellung und ihre Dankbarkeit uns auffallen, bitten wir sie um konstruktive Kritik hinsichtlich ihrer Behandlung und der Situation in Belgien.

Arbeitssuche

‘Syrische Arbeitserfahrung’, scheint unzureichend zu sein, selbst für einen Job wie Informatiker, in dem immer Leute gesucht werden. Die vielen Bewerbungen, die die beiden versandt haben, bleiben unbeantwortet. Said studiert nun in einem Master in Informatik, gelehrt in Englisch, an einer belgischen Universität, ebenso belegt er einen Niederländischkurs. “Ich weiß nicht, ob das ausreicht”, sagt er besorgt. “Es gibt 40 andere Schüler in meinem Kurs!”

Ich bin überzeugt, dass ich den Master auf Englisch problemlos abschließen könnte. Sie sollten uns eine Chance geben.

Auch wenn Sara für einige Jahre als Architektin gearbeitet hat, kann auch sie keine Arbeit finden. Ein Masterabschluss von einer europäischen Universität scheint essenziell zu sein. Zehn Jahre nach ihrem Abschluss muss sie ihre Bücher wieder hervorholen und lernen. Zu ihrer großen Enttäuschung kann sie auch damit nicht anfangen; ihr auf fünf Jahre angelegter syrischer Bachelorabschluss wird nicht voll anerkannt. Um ein Äquivalent zu einem belgischen Bachelor-Abschluss zu haben, muss sie 40 Creditpoints im Bauingenieurwesen erreichen (mehr oder weniger ein halbes Jahr, Anm. d. Red.). Leider werden diese Kurse nur auf Niederländisch (oder Französisch) angeboten.

Arabisch ist eher wie Deutsch. Unsere Lehrer sagen, dass ihr es nicht auf die Weise, in der wir es sagen, ausdrücken kann

“Ich bin überzeugt, dass ich den Master auf Englisch problemlos abschließen könnte. Sie sollten uns eine Chance geben”, seufzt sie. “Ich muss erst von Null an ein Niveau von C 1 in Niederländisch erreichen – das heißt, die Sprache fließend zu beherrschen. Das ist nicht einfach, gerade mit Arabisch also Muttersprache. Die Aussprache ist so schwierig, vor allem der Buchstabe “g”! Wir sprechen es wie “ch” aus: ‘dertich ‘ statt ‘dertig’. Arabisch ist eher wie Deutsch. Unsere Lehrer sagen: “Ihr könnt es nicht so sagen wie wir!” Sie lächelt. “Nur, wenn ich das Level C 1 in Niederländisch erreiche, kann ich die benötigten Creditpoints bekommen, um gerade einmal meinen Master zu beginnen! Das wird Jahre brauchen. Das ist so ineffektiv und unnötig!”

Integrationskurse

Sara holt ihren Stundenplan hervor und zeigt auf das Fach ‘Nederlandskunde’, das Teil ihres Intensivsprachkurses ist. “Hier bringen sie uns das bei, was wir auch schon in den Integrationskursen gelernt haben”, sagt sie enttäuscht. “Ich lerne nichts Neues, aber mir wird immer noch keine Befreiung angeboten.”

Bei Integrationskursen geht es nicht um Integration. Sie bauen eine Mauer zwischen Flüchtlingen und Gesellschaft auf

“Bei Integrationskursen”, fügt Said hinzu,”geht es nicht um Integration. Du lernst etwas über die Geschichte Belgiens und wie die Versicherung funktioniert. Jeder kann diese Informationen online finden. Nach einer schnellen Googlesuche wissen wir alles.”

Da wird er von seiner Frau unterbrochen: “Ich glaube, wir wissen mehr über Belgien als die Belgier selbst!”

Said fährt fort: “Allerdings. Es wäre besser, wenn es so eine Art Praktika gäbe, die man für uns organisiert. In einem Integrationskurs erwarte ich, dass man mich in den belgischen Alltag hinein wirft, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. In Wahrheit bauen diese ‘Integrationskurse’ eine Mauer zwischen Flüchtlingen und Gesellschaft. Zwei Klassen von Leuten werden geschaffen: Du bist entweder Flüchtling oder Belgier. Ich glaube wirklich, dass das besser wäre. Unsere Nachbarn laden uns als Said und Sara ein, nicht als Flüchtlinge. Das nenne ich Integration!”

“Unser Taschengeld, 7, 40 € in der Woche, wurde vor allem für Bustickets ausgegeben”

Das Paar stellt den Wert von Integrationskursen in Frage und bemerkt auch, dass das Pendeln für sie nicht einfach war: “Wir mussten 30 Minuten zur Haltestelle laufen, nur um uns dort mit einer langen Fahrt konfrontiert zu sehen. Wir hatten 3 Stunden lang Unterricht, nach dem wir dann zum Lager zurück mussten. Unser Taschengeld, 7, 40 € in der Woche, wurde vor allem für Bustickets ausgegeben. Trotz der täglichen Herausforderungen, zum Unterricht zu kommen, entschieden sie, uns zwei anderen Niederländischkursen zuzuweisen, die ebenso wenig erreichbar waren.”

Wir schätzten ihre Offenheit. Später sprachen wir mit ihnen auch über die Lebensbedingungen in belgischen Flüchtlingscamps.

*Das Paar wollte anonym bleiben. Ihre Identitäten sind RefuTales bekannt.

Die Empfehlungen von Said und Sara

  • Erlaubt syrischen Bachelor-Absolventen, sich für einen Master zu qualifizieren
  • Integrationskurse sollten gute Möglichkeiten für die Integration bieten, zum Beispiel durch organisierte Praktika. In den Empfangslagern gibt es nur wenig Kontakt mit Europäern. Warum warten, bis Asyl gewährt wird?
  • Auf die Art und Weise, in der “Integrationskurse” derzeit organisiert sind, wird eine Mauer zwischen Flüchtlingen und Belgiern aufgebaut: Du bist entweder Flüchtling oder Belgier. Das könnte besser sein.
  • Wenn es Kurse gibt, müssen die einfach vom Lager aus zu erreichen sein.

Einblicke einer jungen syrischen Geflüchteten in Deutschland: Ankunft

In diesem packenden Interview teilt RefuTales-Gründerin Sajida Altaya ihre Erfahrungen als Flüchtling mit ihren Co-Gründern Dorien Dierckx und Cornelius Roemer. Teil I dieser dreiteiligen Serie handelt von ihrer Reise nach Deutschland und ihren ersten Monaten hier.

Warum hast du Syrien verlassen?

Meine Familie und ich fühlten uns dort nicht mehr sicher. Im Sommer 2014 wurde die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und die etwa eine Stunde Autofahrt südlich von Damaskus entfernt liegt, zum Schauplatz von Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Dies hatte zur Folge, dass wir nach Damaskus gingen in der Hoffnung, dass es dort ruhiger sein würde.

Aber auch dort war die Lage gefährlich und so entschieden wir nach einem Monat, nach Europa zu fliehen wie so viele andere auch. Es war unmöglich geworden, das Leben normal weiterzuführen. Meine Schwester entschied sich, mit ihrem Ehemann in Damaskus zu bleiben, aber wir nahmen ihre jüngste Tochter mit uns in der Hoffnung, dass meine Schwester uns später folgen könnte.

Das erste Ziel auf unserer Reise war die Türkei. Eigentlich wollten wir direkt nach Europa gehen, aber aus diversen Gründen hatte das nicht geklappt. So strandeten wir zunächst in der Türkei, wo wir für 10 Monate blieben.

Wie kam es, dass du schließlich in Deutschland gelandet bist und was geschah nach deiner Ankunft?

Nach einer wochenlangen Reise von der Türkei aus zu Fuß und mit dem Zug erreichten wir Österreich. Wir wurden von den österreichischen Beamten gefragt, wo wir hin wollten.

Als wir sagten, dass wir nach Deutschland, wurden ich und meine Schwester (nicht diejenige, die in Damaskus geblieben war, Anm. d. Redaktion) gemeinsam mit anderen Flüchtlingen in einen Eisenbahnwaggon verfrachtet, der in ein Aufnahmelager in Eisenhüttenstadt in Ostdeutschland fuhr.

Dort blieben wir 22 Tage. Es war dort sehr überfüllt. Hunderte von Menschen lebten dort und jeden Tag kamen immer und immer mehr Menschen an. Wir teilten unser Zimmer mit zwei anderen Mädchen. Insbesondere waren wir froh, dass wir beisammen waren. Bevor wir uns einleben konnten, wurden wir medizinisch untersucht. Meine Schwester schien Fieber zu haben und wurde daher für einige Nächte zurück ins Krankenhaus geschickt. Glücklicherweise war das nicht weit vom Lager entfernt, sodass ich sie oft besuchen konnte.

Die Behörden gaben uns eine Art Ausweis, der uns erlaubte, uns frei zu bewegen und das Camp zu betreten und zu verlassen und diente zugleich als Gutschein für drei Mahlzeiten am Tag. Wir bekamen Taschengeld und Kleider, obwohl wir stundenlang dafür Schlange stehen mussten. Angesichts der Tatsache, dass wir nur unzureichende Kleidung mitgenommen hatten, bekamen wir sofort wärmere.

Obwohl es Winter war, mussten wir draußen warten. Das war ziemlich hart, da wir nicht an die Temperaturen gewöhnt waren. Als wir endlich (warme) Pullover bekamen, waren wir bereits komplett durchgefroren.

Ihr bekamt Taschengeld. Was habt ihr damit gemacht?

Das meiste davon gaben wir für Shisha-Zubehör aus. (lacht) Von Zeit zu Zeit kauften wir auch zusätzliche Kleider.

Pro Person bekamen wir 35 € pro Woche. Das gab uns eine gewisse Freiheit. Nah bei unserem Camp gab es ein großes Shopping Center. Wir machten dort meistens Schaufenster-Bummel, was sehr lustig war. Nach ein paar Tagen hatten wir genug vom Essen im Camp und wir waren froh, als wir gelegentlich eine kleine Abwechslung durch McDonalds hatten. (lacht)

Konnten du und deine Schwester zusammenbleiben?

Ja, es war unerheblich, mit wem ich zusammen war oder die Zeit verbrachte. Wir hatten immer Sorge, dass wir getrennt werden könnten, aber die Chance dazu war gering. Obwohl wir am selben Tag ankamen, war die Chance gering, aber dennoch waren wir deswegen besorgt. Niemand konnte uns garantieren, dass wir ins selbe Camp kamen.

Im Grunde wussten wir nie wirklich, was als nächstes mit uns geschehen würde. Die Unsicherheit war schwierig für uns. Das einzige, was wir tun konnten, war, zu warten.

Jeden Tag gab es neue Ankündigungen darüber, wer in das neue Camp gehen sollte – ein im Vergleich zum Willkommens-Camp, in dem wir uns immer noch aufhielten, eher dauerhaftes Camp.

Jeden Tag überprüften wir die Listen. Nach 22 Tagen konnten wir endlich weiterziehen. Das neue Camp war mehr oder weniger dasselbe wie zuvor, außer, dass es dort sehr viel sauberer war. (lacht)

Es gab dort auch weniger Leute und jeder hatte sein eigenes Zimmer. Das war eine echte Verbesserung.

Wie sah ein typischer Tag im neuen Camp aus?

Es war sehr in Ordnung. Meistens verbrachte ich die Zeit mit anderen Syrern. Wir kamen zusammen, tranken Tee, rauchten Shisha und spielten Karten. Am Anfang sprachen wir viel miteinander, aber bald gingen uns die Themen aus. Insgesamt war unser Leben recht monoton.

Es gab keine Kantine mehr, aber wir hatten genug Geld, uns unser eigenes Essen zu kaufen. Wir hatten auch eine Küche, in der wir uns Essen kochten. Es fühlte sich fast wie ein richtiges Zuhause an. Unglücklicherweise war es uns von Rechts wegen nicht erlaubt, zu arbeiten. Einige Leute arbeiteten trotzdem schwarz.

Von Zeit zu Zeit wurde wir von NGOs oder Freiwilligen aus der Gegend besucht. Sie wollten uns dabei helfen, uns einzugewöhnen und Deutschland ein wenig kennenzulernen. Sie erzählten uns aus ihrem Leben und nahmen uns auf Ausflüge mit. Ich schätzte das sehr! Es war eine schöne Art, meine ersten Schritte in meinem neuen Zuhause zu machen.

Im zweiten Camp hatten wir Deutschkurse, aber die interessierten mich nicht wirklich. Ich ging dort meistens nur hin, um die Zeit totzuschlagen. Heute sehe ich ihren Wert trotzdem. Ich erwarb Grundkenntnisse. Ich hoffe, dass ich bald besser Deutsch sprechen kann.